Übersicht
Der JLSZV-6/10W ist ein bodenmontierter, trockengekapselter kombinierter Wandler für 6-kV- und 10-kV-Mittelspannungsnetze im Freien. Er verfügt über ein Edelstahlgehäuse und Gießharzisolierung und integriert die Funktionen von Stromwandler (CT) und Spannungswandler (PT/VT) in einem Gerät zur zuverlässigen Energiemessung.
Dieser Wandler bietet hohe Genauigkeit bei der Messung von Wirk- und Blindenergie und erfüllt den State-Grid-Standard GB17201-2006. Er ist für anspruchsvolle Außenbereiche wie Umspannanlagen, Industrieanlagen und Küstengebiete konzipiert, wo Korrosionsbeständigkeit, Langlebigkeit und Langzeitstabilität entscheidend sind. Der breite Strommessbereich von 7,5 A bis 600 A deckt unterschiedlichste Lastbedingungen ab, ohne dass mehrere Geräte erforderlich sind.

Kurzübersicht der Nennwerte
| Parameter | Nennwert |
|---|---|
| Spannungsklasse | 6 kV / 10 kV |
| Netzart | Dreiphasig AC |
| Isolationsart | Gießharz, trocken |
| Strombereich | 7,5 A – 600 A |
| Genauigkeitsklasse (CT) | 0,2S / 0,5S |
| Genauigkeitsklasse (PT) | 0,2 / 0,5 |
| Sekundärspannung | 100 V / √3 |
| Frequenz | 50 Hz |
| Montageart | Bodenmontage |
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Anwendungsumgebung | Außenbereich |
| Einhaltungsnorm | GB17201-2006 |
Ausführung
Der JLSZV-6/10W verfügt über ein robustes Edelstahlgehäuse, das hervorragenden Schutz gegen Korrosion, Staub, Feuchtigkeit und mechanische Beanspruchung bietet – ideal für raue Außenanlagen. Sowohl der Strom- als auch der Spannungswandler nutzen innen eine Gießharzisolierung, die hohe Durchschlagfestigkeit, thermische Stabilität und wartungsfreien Betrieb über Jahrzehnte gewährleistet. Die bodenmontierte Bauweise umfasst sichere Verankerungspunkte und einen abgedichteten Sekundäranschlusskasten, der die Messeinspeisungen vor Umwelteinflüssen schützt und gleichzeitig einfachen Zugang zur Verdrahtung ermöglicht. Alle Primäranschlüsse sind für direkte Verbindung mit dreiphasigen Mittelspannungssammelschienen oder -kabeln ausgelegt. Das Gerät ist für natürliche Konvektionskühlung konzipiert und benötigt keine Zwangsbelüftung.
Technical Parameters
Betriebsbedingungen
- Einbaulage: Bodenmontage in Umspannanlagen, Industriegeländen oder Verteilpunkten
- Umgebungstemperatur: -15 °C bis +55 °C
- Maximale Höhe: ≤ 4500 m (keine Reduzierung erforderlich)
- Gehäusematerial: Edelstahl für erhöhte Korrosionsbeständigkeit
- Erdung: Erdungsanschluss gemäß lokalen Elektroinstallationsvorschriften und Messnormen anschließen
- Wartung: Edelstahlgehäuse erfordert minimale Wartung im Außenbereich
Technische Parameter
Der JLSZV-6/10W ist ein trockengekapselter kombinierter Wandler für 6-kV- und 10-kV-Systeme im Freien. Er verfügt über ein edelstahlbodenmontiertes Gehäuse, arbeitet im Temperaturbereich von -15 °C bis +55 °C und ist bis zu einer Höhe von 4500 m ohne Leistungsreduzierung zugelassen. Er erfüllt die Norm GB17201-2006 und unterstützt einen weiten Primärstrombereich von 7,5 A bis 600 A.
Daten des Spannungswandlers
| Modell | Nenn- spannungs- übersetzung |
Genauigkeits- klasse / Nennleistung |
Grenz- leistung |
Nenn- isolations- pegel (kV) |
|---|---|---|---|---|
| JLSZV-6W | 6000/100 | 0,2 (2×20 VA), 0,5 (2×50 VA), 1,0 (2×80 VA), 3,0 (2×200 VA) | 2×400 VA | 7,2/32/60 |
| JLSZV-10W | 10000/100 | 0,2 (2×20 VA), 0,5 (2×50 VA), 1,0 (2×80 VA), 3,0 (2×200 VA) | 2×400 VA | 12/42/75 |
Daten des Stromwandlers
| Nenn- primär- strom (A) |
Genauigkeits- klasse / Nennleistung |
Kurzzeit- thermischer Strom |
Dynamischer Strom |
|---|---|---|---|
| 7,5 – 15 | 0,2S (10 VA), 0,5S (10 VA), 0,5 (15 VA) | 1,0 | 2,5 |
| 20 – 50 | 0,2S (10 VA), 0,5S (10 VA), 0,5 (15 VA) | 2,5 | 6,3 |
| 75 – 100 | 0,2S (10 VA), 0,5S (10 VA), 0,5 (15 VA) | 6,3 | 16 |
| 150 – 200 | 0,2S (10 VA), 0,5S (10 VA), 0,5 (15 VA) | 16 | 40 |
| 300 – 400 | 0,2S (10 VA), 0,5S (10 VA), 0,5 (15 VA) | 40 | 100 |
| 500 – 600 | 0,2S (10 VA), 0,5S (10 VA), 0,5 (15 VA) | 60 | 150 |
Installation & Wiring
Installationsdiagramm

Der JLSZV-6/10W Edelstahl-bodenmontierte kombinierte Wandler wird auf einem ebenen, stabilen Fundament mittels der integrierten Montagebasis installiert. Stellen Sie ausreichende Freiräume um das Gerät herum für Belüftung und Zugang sicher, insbesondere vorne für die Türbedienung und seitlich für Kabeleinführungen.
Verdrahtungsplan

Der Verdrahtungsplan zeigt die internen Anschlüsse des kombinierten Wandlers. Die Primäranschlüsse sind mit AP1/AP2, BP1/BP2 und CP1/CP2 für die drei Phasen gekennzeichnet. Die Sekundäranschlüsse des Stromwandlers (CT) liefern Stromsignale an Wirk- und Blindenergiezähler, während die Sekundäranschlüsse des Spannungswandlers (PT) Spannungseingänge für Zähler und Überwachungsgeräte bereitstellen. Alle Sekundärkreise müssen gemäß genehmigtem Projektplan verdrahtet werden; CT-Sekundärkreise dürfen niemals im Betrieb offen sein.
Selection & FAQs
Auswahlhilfe
- Wählen Sie JLSZV-6W für 6-kV-Systeme (7,2-kV-Klasse) oder JLSZV-10W für 10-kV-Systeme (12-kV-Klasse) entsprechend Ihrer Netznennspannung.
- Wählen Sie den primären CT-Strom zwischen 7,5 A und 600 A gemäß Ihrem tatsächlichen Lastbedarf – innerhalb dieses Bereichs stehen mehrere Stufen zur Verfügung.
- Geben Sie die CT-Genauigkeitsklasse als 0,2S für hochgenaue Abrechnungsmessung oder 0,5S/0,5 entsprechend lokaler Messnormen an.
- Wählen Sie das PT-Übersetzungsverhältnis als 6000/100 für 6-kV-Systeme oder 10000/100 für 10-kV-Systeme, um die Eingangsspezifikation Ihres Messgeräts zu erfüllen.
- Bestätigen Sie die PT-Genauigkeitsklasse (0,2, 0,5, 1,0 oder 3,0) entsprechend dem Anwendungsfall – höhere Genauigkeit wird für Abrechnungszwecke empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
F1: Wie wähle ich korrekt zwischen den Modellen JLSZV-6W und JLSZV-10W für mein 6-kV- bzw. 10-kV-Verteilnetz aus, und welche technischen Folgen hat eine falsche Spannungsklassenzuordnung?
Wählen Sie JLSZV-6W für Systeme mit einer Nennspannung von 6 kV (Isolationspegel 7,2/32/60 kV) und JLSZV-10W für 10-kV-Systeme (Isolationspegel 12/42/75 kV). Eine Fehlanpassung – z. B. Installation eines JLSZV-6W an einer 10-kV-Schiene – verstößt gegen GB17201-2006, beeinträchtigt die Durchschlagfestigkeit und birgt das Risiko eines Isolationsversagens bei Schalt- oder Blitzstoßbeanspruchung. Auch das PT-Übersetzungsverhältnis muss passen: 6000/100 V für 6-kV-Netze und 10000/100 V für 10-kV-Netze, um Messgenauigkeit und Sekundärspannungskompatibilität mit Schutzrelais oder Abrechnungszählern sicherzustellen.
F2: Warum ist die CT-Genauigkeitsklasse 0,2S für Abrechnungsmessungen beim JLSZV-6/10W entscheidend, und wie wirkt sich die sekundäre Belastung auf die Messintegrität in der Praxis aus?
CTs der Klasse 0,2S garantieren gemäß IEC 61869-2 einen Fehler von ±0,2 % bereits ab 1 % des Nennstroms – unerlässlich für Abrechnungsanwendungen mit stark schwankenden Lasten (z. B. Industrieanlagen mit intermittierendem Betrieb). Im Gegensatz dazu gewährleistet 0,5S nur ±0,5 % Genauigkeit ab 5 % Last. Die 0,2S-CTs des JLSZV-6/10W sind für eine Belastung von 10 VA ausgelegt; eine Überschreitung – etwa durch lange Leitungsstrecken (>20 m), mehrere Zähler oder hochohmige Geräte – erhöht Phasenwinkel- und Übersetzungsfehler und kann zu einer kumulativen Messabweichung von >1 % führen. Berechnen Sie stets die Gesamtimpedanz: Z_gesamt = R_Leitung + Z_Zähler ≤ (VA_Nenn / I_Sekundär²) = 10 VA / 25 A² = 0,4 Ω bei 5 A Sekundärstrom.
F3: Welches sind die häufigsten Installationsfehler beim JLSZV-6/10W, die Sicherheit oder Langzeitzuverlässigkeit in Freiluft-Umspannanlagen beeinträchtigen?
Drei kritische Fehler: (1) fehlende Potentialausgleichsverbindung des Edelstahlgehäuses mit dem Erdungsnetz der Anlage gemäß IEEE 80 oder lokalen Vorschriften – dies beseitigt EMV-Abschirmung und erzeugt Berührungsgefahr bei Fehlern; (2) offene CT-Sekundärwicklungen beim Einschalten, was durch Kernsättigung Spannungen >1 kV erzeugen kann und Isolation beschädigt oder Personen gefährdet; (3) unzureichende Freiräume (<600 mm Frontzugang oder <300 mm Seitenabstand), die Belüftung und Wartung einschränken. Obwohl Gießharzwandler auf natürliche Konvektion angewiesen sind, erhöht eingeschränkte Luftzirkulation in beengten Anlagen die Hotspot-Temperaturen um 10–15 °C und beschleunigt die thermische Alterung des Epoxids. Ziehen Sie Primäranschlüsse stets mit 25–30 N·m Drehmoment an, um Kontaktwiderstandserwärmung zu vermeiden.
F4: Wie beeinflussen PT-Genauigkeitsklasse und Nennleistung (z. B. 0,2/2×20 VA vs. 0,5/2×50 VA) die Messleistung, wenn mehrere Geräte an denselben Sekundärkreis angeschlossen sind?
Die PT-Genauigkeit gilt nur innerhalb der angegebenen Nennbelastung pro Wicklung. Ein PT der Klasse 0,2 mit 2×20 VA bleibt nur dann innerhalb ±0,2 %, wenn jede Sekundärwicklung ≤20 VA treibt. Bei Anschluss sowohl eines Abrechnungszählers (10 VA) als auch eines Power-Quality-Recorders (15 VA) wird die 20-VA-Grenze überschritten, wodurch die Genauigkeit auf 0,5-Klasse oder schlechter absinkt. Für Multifunktionsanwendungen bietet 0,5/2×50 VA Spielraum, opfert aber Abrechnungspräzision. Addieren Sie stets die angeschlossenen Lasten pro Phase: z. B. Digitalzähler (5 VA) + RTU (8 VA) + Relais (7 VA) = 20 VA – mindestens 2×20 VA Nennleistung erforderlich. Die Grenzleistung (2×400 VA) darf nicht dauerhaft überschritten werden, da sonst thermische Schäden drohen.
F5: Kann der JLSZV-6/10W zuverlässig in großen Höhen (z. B. >3000 m) betrieben werden, und erfordert seine Gießharzisolierung eine Leistungsreduzierung wie ölgefüllte Transformatoren?
Ja – der JLSZV-6/10W ist ausdrücklich für den Betrieb bis 4500 m Höhe ohne elektrische oder thermische Reduzierung zugelassen. Im Gegensatz zu ölgefüllten Wandlern, deren Durchschlagfestigkeit mit abnehmender Luftdichte sinkt, basiert die Gießharzisolierung auf festem Epoxidharz, das vom atmosphärischen Druck unbeeinflusst bleibt. Die thermische Leistung bleibt stabil, da das Gerät auf natürlicher Konvektion beruht und konservativ dimensionierte Leiter verwendet (validiert nach GB/T 17201). Obwohl die reduzierte Luftdichte oberhalb 2000 m den konvektiven Wärmeübergang leicht verringert (~5 % bei 3000 m), enthält das Design ausreichend thermische Reserve, um Hotspot-Temperaturen selbst bei 600 A Volllast und 55 °C Umgebungstemperatur unter 110 °C zu halten.
F6: Welche Anpassungsoptionen gibt es für CT-Übersetzungsverhältnisse, Genauigkeitsklassen und Sekundärkonfigurationen beim JLSZV-6/10W, und wie wirken sie sich auf die Lieferzeit aus?
Der JLSZV-6/10W unterstützt Primärströme von 7,5 A bis 600 A in Standardstufen (z. B. 100/5 A, 400/5 A); der Sekundärstrom ist typischerweise auf 5 A festgelegt, sofern nicht anders spezifiziert. Die CT-Genauigkeit kann als 0,2S (Abrechnungsmessung), 0,5S (Sub-Abrechnung) oder 0,5 (Schutz) bestellt werden; die PT-Genauigkeit als 0,2, 0,5, 1,0 oder 3,0. Doppelte Sekundärwicklungen sind serienmäßig für CT und PT verfügbar, um getrennte Mess- und Schutzkreise zu ermöglichen. Sonderbelastungen (z. B. 15 VA für CTs) oder abweichende Anschlusskastenpositionen sind möglich, verlängern jedoch die Lieferzeit von standardmäßig 4–6 Wochen auf 8–10 Wochen. Prüfen Sie die Verfügbarkeit gängiger Varianten (z. B. 10 kV, 400/5 A, 0,2S/0,2) für Eilprojekte.
F7: Wie verbessert das Edelstahlgehäuse des JLSZV-6/10W die Lebensdauer in korrosiven Umgebungen im Vergleich zu lackiertem Kohlenstoffstahl oder Aluminiumalternativen?
Edelstahl (typischerweise AISI 304/316) bietet hervorragenden Korrosionsschutz in Umgebungen gemäß IEC 60721-3-4 Klasse 4C2 (Küste) oder 3C4 (Industrie). Lackierte Kohlenstoffstahlgehäuse versagen oft an Schweißnähten oder Kratzstellen innerhalb von 3–5 Jahren und erfordern Neulackierung. Aluminium leidet unter galvanischer Korrosion bei Kontakt mit Kupferschienen in salzhaltiger Atmosphäre. Das Edelstahlgehäuse des JLSZV-6/10W in Kombination mit einem IP54-geschützten, abgedichteten Anschlusskasten gewährleistet eine wartungsfreie Lebensdauer von >25 Jahren – entscheidend für abgelegene Umspannanlagen mit eingeschränktem Zugang. Lebenszykluskostenanalysen zeigen 30–40 % niedrigere TCO gegenüber Alternativen über 30 Jahre aufgrund entfallender Kosten für Nachlackierung, Abdichtung oder Austausch.
F8: Wann ist der kombinierte JLSZV-6/10W aus Beschaffungssicht kostengünstiger als separate CT- und PT-Einheiten, und welche Faktoren beeinflussen die Gesamteinbaukosten?
Der JLSZV-6/10W senkt die Gesamteinbaukosten um 15–20 % trotz höherem Stückpreis – dank eines einzigen Fundaments, reduzierter Baumaßnahmen, vereinfachter Verdrahtung (ein Anschlusspunkt statt zwei) und kürzerer Inbetriebnahmezeit. Zudem minimiert er den Platzbedarf in kompakten Umspannanlagen. Die Standardlieferzeit beträgt 4–6 Wochen, Sonderkonfigurationen (z. B. Sonderübersetzungen oder doppelte 0,2S-CTs) können 8–10 Wochen dauern. Für unbemannte oder abgelegene Standorte eliminiert das wartungsfreie Gießharzdesign wiederkehrende Kosten ölgefüllter PTs (z. B. Ölproben, Feuchtigkeitsprüfungen, Dichtungswechsel). Prüfen Sie frühzeitig die Lagerverfügbarkeit gängiger Spezifikationen (10 kV, 400/5 A, 0,2S/0,2), um Projektverzögerungen zu vermeiden. Über einen 30-Jahres-Horizont liefert die Zuverlässigkeit und Wartungsfreiheit des Kombinationswandlers deutlich niedrigere TCO in rauen Außenanwendungen.