Übersicht
Die LDJLSZV-10 ist eine bodenstehende, kombinierte Messwandlerstation für 10kV-Freiluft-Mittelspannungsverteilungsanlagen. Sie verfügt über ein robustes Metallgehäuse, das sowohl Stromwandler (CT) als auch Spannungswandler (PT/VT) in einer Einheit integriert und präzise Strom- und Spannungssignale für Hochspannungs-Energiemessungen liefert.
Dieses Produkt unterstützt Wirk- und Blindenergiemessung mit einem weiten Strommessbereich von 7,5A bis 600A und erfüllt den State Grid-Standard GB17201-2006. Es eignet sich für bodennahe Installationen in Umspannanlagen, Industrieanlagen und Freiluft-Verteilpunkten, die erhöhten mechanischen Schutz gegen Umwelteinflüsse und unbefugten Zugriff erfordern.

Kurzübersicht der Nennwerte
| Parameter | Nennwert |
|---|---|
| Systemspannung | 10kV |
| Frequenz | 50Hz |
| Strommessbereich | 7,5A – 600A |
| Genauigkeitsklasse (CT) | 0,2S / 0,5S |
| Genauigkeitsklasse (PT) | 0,2 / 0,5 |
| Isolationspegel | 12kV |
| Bemessungs-Kurzzeitstrom | 16kA/4s |
| Sekundärspannung (PT) | 100V / √3 |
| Sekundärstrom (CT) | 5A oder 1A |
| Schutzart | IP54 |
| Normenkonformität | GB17201-2006 |
| Installationsart | Bodenstehend, Freiluft |
Ausführung
Die LDJLSZV-10 verfügt über einen vollständig geschlossenen, bodenstehenden Metallschrank aus korrosionsbeständigem Stahl mit Schutzart IP54. Die internen Strom- und Spannungswandler sind harzgegossen isoliert, was zuverlässigen Betrieb im Freien bei Feuchtigkeit, Staub und Temperaturschwankungen gewährleistet. Der Schrank besitzt Doppeltüren mit abschließbaren Griffen für sicheren Zugang zum Sekundärklemmenraum, der Anschlussklemmen für Energiezähler und Überwachungsgeräte enthält. Alle Primärleiter sind für 10kV-Betrieb ausgelegt und innerhalb der Harzgusskörper isoliert, um Überschläge zu verhindern und langfristige dielektrische Stabilität sicherzustellen. Das Design bietet robusten mechanischen Schutz und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen der Norm GB17201-2006 hinsichtlich Genauigkeit und Sicherheit bei Hochspannungsmessungen.
Technical Parameters
Betriebsbedingungen
- Installationsposition: Bodennahe Installation in Umspannanlagen, Industrieanlagen oder Verteilpunkten
- Umgebungstemperatur: -15°C bis +55°C
- Maximale Höhe: ≤ 4500m (keine Entlastung erforderlich)
- Gehäuseschutz: Metallgehäuse bietet Wetter- und mechanischen Schutz
- Erdung: Erdungsanschluss gemäß lokalen Elektrovorschriften und Messnormen anschließen
- Wartung: Doppeltür-Design ermöglicht einfachen Zugang für Inspektion und Wartung
Technische Parameter
Die LDJLSZV-10 ist eine bodenstehende, kombinierte Messwandlerstation für 10kV-Freiluftanwendungen. Sie verfügt über ein Metallgehäuse mit Harzgussisolierung, arbeitet im Temperaturbereich von -15°C bis +55°C und ist bis zu einer Höhe von 4500m ohne Entlastung zugelassen. Das Gerät erfüllt die Norm GB17201-2006 und unterstützt einen weiten primären Strommessbereich von 7,5A bis 600A.
Daten des Spannungswandlers
| Modell | Bemessungs- Spannungs- übersetzung |
Genauigkeits- klasse / Bemessungs- ausgang |
Grenz- ausgang |
Bemessungs- Isolations- pegel (kV) |
|---|---|---|---|---|
| LDJLSZV-6 | 6000/100 | 0,2 (2×20VA), 0,5 (2×50VA), 1,0 (2×80VA), 3,0 (2×200VA) | 2×400 VA | 7,2/32/60 |
| LDJLSZV-10 | 10000/100 | 0,2 (2×20VA), 0,5 (2×50VA), 1,0 (2×80VA), 3,0 (2×200VA) | 2×400 VA | 12/42/75 |
Daten des Stromwandlers
| Bemessungs- Primär- strom (A) |
Genauigkeits- klasse / Bemessungs- ausgang |
Kurzzeit- thermischer Strom |
Dynamischer Strom |
|---|---|---|---|
| 7,5 – 15 | 0,2S (10VA), 0,5S (10VA), 0,5 (15VA) | 1,0 | 2,5 |
| 20 – 50 | 0,2S (10VA), 0,5S (10VA), 0,5 (15VA) | 2,5 | 6,3 |
| 75 – 100 | 0,2S (10VA), 0,5S (10VA), 0,5 (15VA) | 6,3 | 16 |
| 150 – 200 | 0,2S (10VA), 0,5S (10VA), 0,5 (15VA) | 16 | 40 |
| 300 – 400 | 0,2S (10VA), 0,5S (10VA), 0,5 (15VA) | 40 | 100 |
| 500 – 600 | 0,2S (10VA), 0,5S (10VA), 0,5 (15VA) | 60 | 150 |
Installation & Wiring
Installationsdiagramm

Die bodenstehende, kombinierte Messwandlerstation LDJLSZV-10 wird auf einem ebenen, stabilen Fundament mit ausreichendem Abstand für Belüftung und Wartungszugang installiert. Das Gerät verfügt über ein Doppeltür-Frontdesign, seitlich montierte Innenteile und hintere Lüftungsgitter mit Hebehaken für den Transport. Stellen Sie bei der Fundamentvorbereitung sicher, dass die konische Basisform (1240mm oben bis 1100mm unten) berücksichtigt wird.
Verschaltungsplan

Die Verdrahtung umfasst Primäranschlüsse AP1/AP2, BP1/BP2 und CP1/CP2 für Hochspannungsverbindungen. Stromwandler (CTs) liefern Sekundärstrom an Wirk- und Blindenergiezähler, während Spannungswandler (PTs) Sekundärspannungssignale an Zähler und Überwachungsgeräte liefern. Alle CT-Sekundärkreise müssen im Betrieb geschlossen bleiben, um gefährliche Überspannungen zu vermeiden. Die Erdung des Metallgehäuses und aller internen Leitungen muss strikt dem genehmigten Projektverschaltungsplan folgen.
Selection & FAQs
Auswahlhilfe
- Wählen Sie LDJLSZV-10 für 10kV-Systeme (Isolationsklasse 12kV) oder LDJLSZV-6 für 6kV-Systeme (Klasse 7,2kV).
- Wählen Sie den primären CT-Strom zwischen 7,5A und 600A entsprechend dem tatsächlichen Lastbedarf.
- Geben Sie die CT-Genauigkeitsklasse als 0,2S für hochpräzise Abrechnungsmessung oder 0,5S/0,5 gemäß Projektspezifikation an.
- Wählen Sie das PT-Spannungsübersetzungsverhältnis als 10000/100 für 10kV-Netze oder 6000/100 für 6kV-Netze, um die Zählereingänge abzugleichen.
- Bestätigen Sie die PT-Genauigkeitsklasse: 0,2, 0,5, 1,0 oder 3,0 je nach Mess- und Schutzanforderungen.
Häufig gestellte Fragen
F1: Wie wähle ich den geeigneten primären CT-Strom und die Genauigkeitsklasse (z. B. 0,2S vs. 0,5S) für Abrechnungsmessungen in einer 10kV-Industrie-Umspannanlage mit der LDJLSZV-10?
Für abrechnungsgenaue Energiemessung in 10kV-Industrie-Umspannanlagen wählen Sie einen primären CT-Strom, der nahe am erwarteten maximalen Laststrom liegt – idealerweise zwischen 20 % und 100 % des Nennstroms für optimale Genauigkeit. Die LDJLSZV-10 unterstützt Primärströme von 7,5A bis 600A in definierten Stufen; wählen Sie den nächsthöheren Standardwert über Ihrer Auslegungsbelastung. Verwenden Sie Genauigkeitsklasse 0,2S (gemäß GB/T 20840 und IEC 61869), wenn Abrechnungspräzision kritisch ist, da sie ≤0,2 % Fehler bei 1 %–120 % des Nennstroms garantiert. Klasse 0,5S ist für interne Überwachung akzeptabel, wird aber für Netzbetreiberabrechnung nicht empfohlen. Stellen Sie stets sicher, dass die Bürde des angeschlossenen Zählers (typischerweise 10VA für 0,2S) mit der Nennausgangsleistung des CT übereinstimmt, um Messabweichungen zu vermeiden.
F2: Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen der LDJLSZV-10 und freitragenden kombinierten Wandlern, und wann sollte ich die bodenstehende Bauform bevorzugen?
Die bodenstehende LDJLSZV-10 bietet gegenüber typischen freitragenden Einheiten überlegenen mechanischen Schutz (Metallgehäuse mit Schutzart IP54), erhöhte Sicherheit durch abschließbare Doppeltüren und einfacheren Wartungszugang. Freitragende Einheiten verwenden oft Polymergehäuse mit geringerem Fremdkörperschutz. Bodenstehende Bauformen sind in Diebstahlrisikogebieten, Industrieanlagen mit starken Vibrationen oder Standorten mit häufigen Zählertests vorzuziehen. Zudem gewährleistet die Harzgussisolierung der LDJLSZV-10 bessere langfristige dielektrische Stabilität in feuchten oder verschmutzten Umgebungen als ölbefüllte oder epoxidbeschichtete Freileitungstypen. Freitragende Einheiten können jedoch kostengünstiger für ländliche Freileitungen mit begrenztem Platzangebot sein. Wählen Sie die LDJLSZV-10, wenn Standortbedingungen Haltbarkeit, Sicherheit und Konformität mit dem State Grid-Standard GB17201-2006 für Freiluft-Messschränke erfordern.
F3: Welche Installationsfehler beeinträchtigen häufig die Sicherheit oder Genauigkeit der LDJLSZV-10, und wie lassen sie sich vermeiden?
Drei kritische Installationsfehler müssen vermieden werden: (1) Offene CT-Sekundärkreise im Betrieb – dies induziert gefährliche Überspannungen (>3kV) aufgrund von Kernsättigung; schließen Sie CT-Sekundärseiten stets kurz, bevor Zähler getrennt werden. (2) Falsche Erdung – sowohl Metallschrank als auch Wandlerkerne müssen gemäß lokalen Vorschriften mit einem niederohmigen Erdungsnetz verbunden sein, um Potentialverschleppung zu verhindern und Fehlerströme sicher abzuleiten. (3) Unzureichende Fundamentvorbereitung – die konische Basis (1240mm oben bis 1100mm unten) erfordert eine waagerechte, bewehrte Betonplatte mit Entwässerung, um Kippen oder Wassereintritt zu vermeiden. Prüfen Sie die Klemmenpolarität (AP1/AP2-Reihenfolge) gemäß Schaltplan, um Phasenvertauschung bei der Messung zu vermeiden. Die Inbetriebnahme sollte Isolationswiderstandstests (>1000 MΩ bei 2500V DC) und Übersetzungsverhältniskontrollen beinhalten.
F4: Wie interpretiere ich die PT-Genauigkeitsklasse und Bürdenangaben (z. B. 0,2/2×20VA) bei Integration der LDJLSZV-10 mit modernen digitalen Zählern?
Die PT-Angabe „0,2 (2×20VA)“ bedeutet, dass der Wandler ≤0,2 % Spannungsfehler und ≤10′ Phasenfehler liefert, wenn mit bis zu 20VA pro Sekundärwicklung belastet wird (insgesamt zwei Wicklungen). Moderne digitale Zähler ziehen typischerweise <5VA pro Phase, sodass 2×20VA für Dual-Zähler-Anordnungen (z. B. Haupt- + Kontrollmessung) ausreicht. Werden jedoch Hilfsrelais oder Power-Quality-Monitore angeschlossen, darf die Gesamtbürde 20VA pro Wicklung nicht überschreiten, um 0,2-Klasse-Genauigkeit zu wahren. Eine Überschreitung führt zu erhöhten Übersetzungs- und Phasenfehlern, die sich direkt auf die kWh-Messung auswirken. Für unkritische Anwendungen bieten 0,5-Klasse-PTs (2×50VA) höhere Bürdetoleranz, jedoch geringere Präzision. Berechnen Sie stets die gesamte angeschlossene VA-Leistung – einschließlich Leitungsverluste – und validieren Sie diese anhand der Nennausgangskurve im Prüfbericht.
F5: Welche Wartungsarbeiten und Fehlersuche-Schritte werden für die LDJLSZV-10 in rauen Freiluftumgebungen empfohlen?
Führen Sie jährliche Inspektionen durch: (1) Prüfen Sie Gehäusedichtungen und Türdichtungen auf IP54-Integrität – ersetzen Sie bei Rissen. (2) Reinigen Sie Lüftungsgitter zur Vermeidung von Überhitzung. (3) Messen Sie den Isolationswiderstand der Primärwicklungen (min. 1000 MΩ) und Sekundärkreise (min. 10 MΩ). (4) Verifizieren Sie CT/PT-Übersetzungsverhältnisse mit einem tragbaren Prüfgerät; Abweichungen >0,5 % deuten auf Kernalterung hin. Typische Fehler sind Feuchteeintritt (erkennbar an Kondenswasser oder Rost an Klemmen) – beheben Sie dies durch Montage von Trockenmittel-Atemfiltern bei Luftfeuchtigkeit >80 %. Bei driftenden Zählerwerten zunächst externe Ursachen ausschließen (lose Klemmen, falsche Bürde); bei internen Fehlern vermuten Sie Harzrissbildung durch thermische Wechselbelastung. Führen Sie niemals interne Reparaturen durch – ersetzen Sie das Gerät komplett gemäß GB17201-2006-Sicherheitsprotokollen.
F6: Wie wirkt sich die Kurzzeitstromfestigkeit der LDJLSZV-10 (16kA/4s) auf die Schutzkoordination in einem 10kV-Verteilnetz aus?
Die thermische Kurzzeitstromfestigkeit von 16kA/4s definiert den maximalen symmetrischen Fehlerstrom, dem die LDJLSZV-10 ohne Beschädigung standhält. Dieser Wert muss den prospektiven Fehlerstrom am Installationspunkt überschreiten – typischerweise berechnet durch Netzstudien. Beispiel: Bei einem Fehlerstrom von 14kA (ermittelt aus X/R-Verhältnis der Umspannanlage) ist das Gerät ausreichend bemessen. Die dynamische (Spitzen-)Festigkeit ist hier nicht angegeben; leiten Sie sie gemäß IEC 61869 als ~2,5× thermische Festigkeit (~40kA Spitze) ab. Stellen Sie sicher, dass vorgeschaltete Sicherungen oder Leistungsschalter Fehler innerhalb von 4 Sekunden abschalten, um thermische Schäden zu verhindern. Hinweis: CTs besitzen individuelle Kurzzeitstromwerte (z. B. 60kA für 500–600A-Modelle); bestätigen Sie deren Übereinstimmung mit lokalen Fehleranforderungen. Nicht abgestimmte Werte riskieren Wandlerzerstörung bei Fehlern und führen zu längeren Ausfällen.
F7: Kann die LDJLSZV-10 für Nicht-Standard-Spannungen, Sekundärströme (1A vs. 5A) oder Höhenbetrieb angepasst werden?
Ja, innerhalb definierter Grenzen. Während das Basismodell fest für 10kV-Systeme (PT-Übersetzung 10000/100V) ausgelegt ist, kann der Hersteller den CT-Sekundärstrom auf Wunsch auf 1A (statt standardmäßig 5A) ändern – entscheidend für lange Leitungsstrecken zur Bürdenreduzierung (I²R-Verluste sinken um 80 %). Auch Genauigkeitsklassen (0,2S/0,5S CTs; 0,2/0,5 PTs) und Bürdenwerte (z. B. 15VA statt 10VA) sind anpassbar. Höhenentlastung ist bis 4500m nicht erforderlich; für >4500m müsste der Kriechweg erhöht werden (nicht nachträglich möglich). Nicht-standardmäßige Primärströme außerhalb 7,5–600A erfordern technische Prüfung. Geben Sie Anpassungen stets bei der Bestellung an – Nachrüstungen heben die Konformität mit GB17201-2006 auf.
F8: Welche Beschaffungsaspekte (Lieferzeit, Kostenfaktoren, Alternativen) sollten meine Entscheidung beeinflussen, die LDJLSZV-10 gegenüber separaten CT+PT-Installationen zu spezifizieren?
Die LDJLSZV-10 hat typischerweise eine Lieferzeit von 6–8 Wochen gegenüber 4–6 Wochen für diskrete CTs/PTs, reduziert jedoch die Gesamtinstallationskosten um 15–25 % durch konsolidierte Montage, Verdrahtung und Prüfung. Wesentliche Kostenfaktoren sind Genauigkeitsklasse (0,2S schlägt mit ~12 % Aufschlag gegenüber 0,5S zu Buche), Bürdenwert und Stückzahl (Großaufträge >10 Einheiten gewähren 8–10 % Rabatt). Alternativen wie die JLSZV-10 (freitragend) sind preisgünstiger, bieten aber weniger Manipulationsschutz und benötigen zusätzliche Gehäuse für die Messtechnik. Für neue Umspannanlagen mit Fokus auf Lebenszykluskosten, Sicherheit und Konformität mit State Grid-Standards ist die integrierte LDJLSZV-10 optimal. Bei Nachrüstungen mit Platzbeschränkungen können modulare Lösungen vorteilhafter sein. Fordern Sie stets Typprüfberichte (GB17201-2006) und Werkabnahmeprotokolle (FAT) vor Auftragserteilung an, um Lieferverzögerungen zu vermeiden.