LJ-2, LJ-4, LJ-7 Nullstrom-Wandler für Erdschluss-Schutz

Hochsensibler Ringkern-Stromwandler für Erdschluss-Schutz von Generatoren, Motoren und Mehrfachkabeln

  • LJ-2, LJ-4, LJ-7 für typische Kabelgruppen von 1–2, 3–4 bzw. 5–7 Leitern
  • 1–3 A Empfindlichkeit für Reststromerkennung in Kleinstrom-Erdungssystemen
  • Typische Übersetzungsverhältnisse 20/1 A und 40/1 A für DD-11/60 oder äquivalente Relais
  • Öffnungsweiten 110 mm, 140 mm, 180 mm passen zur jeweiligen Kabelgruppenkapazität
  • 3 kV 1-min-Spannungsfestigkeit der Sekundärwicklung und Einpunkt-Erdung für sicheren Betrieb

Übersicht

Die Nullstrom-Wandler der Serien LJ-2, LJ-4 und LJ-7 sind elektromagnetische Innenraumgeräte, die für die empfindliche Erfassung von Restströmen (Nullstrom) in Kleinstrom-Erdungssystemen ausgelegt sind. Sie spielen eine entscheidende Rolle in Erdschluss-Schutzkonzepten für Generatoren, Synchronkondensatoren, Motoren und Kabelabgänge und werden typischerweise mit DD-11/60 oder äquivalenten Reststromrelais kombiniert, um zuverlässige Fehleranzeige oder Auslösung zu ermöglichen.

Unter normalen symmetrischen Dreiphasenbedingungen ist die vektorielle Summe der Phasenströme nahezu null, was zu einem vernachlässigbaren Sekundärstrom führt. Bei einem Erdschluss innerhalb des geschützten Bereichs erzeugt der Reststrom einen resultierenden magnetischen Fluss im ringförmigen Kern, der einen proportionalen Sekundärstrom induziert, der das angeschlossene Relais zur schnellen und präzisen Fehlerreaktion aktiviert.

LJ-2/4/7 Nullstrom-Wandler

Wichtigste Nennwerte im Überblick

Parameter Wert
Anwendung Reststromerkennung für Erdschluss-Schutz
Installationsumgebung Nur Innenraum
Netzfrequenz 50/60 Hz
Max. Kabel-Außendurchmesser <= 50 mm
Sekundärisolierung 3 kV Spannungsfestigkeit bei Netzfrequenz (1 min)
Typische Relais-Kombination DD-11/60 oder äquivalent
Geschützte Geräte Generatoren, Motoren, Synchronkondensatoren, Kabelabgänge
Primärisolierung Durch Kabelmantel gegeben
Empfindlichkeitsbereich 1–3 A
Einstellstrom 0,03 A

Modellbezeichnung

Bezeichnungsschema der LJ-Serie

  • L: Stromwandler (CT)
  • J: Nullstrom- / Erdschluss-Schutz-Anwendung
  • 2 / 4 / 7: Anzahl unterstützter Kabel (typische Anwendungsreferenz)

Aufbau

Die LJ-Serie verfügt über einen ringförmigen Toroidkern aus hochpermeablem Magnetmaterial, um eine gleichmäßige Flussverteilung und hohe Empfindlichkeit gegenüber Restströmen sicherzustellen. Die Sekundärwicklung ist gleichmäßig um den Kern verteilt, um unter allen Betriebsbedingungen stabile Ausgangseigenschaften zu liefern.

Die mechanische Montage wird durch eine robuste Befestigungshalterung mit vorgebohrten Löchern vereinfacht, die eine sichere Befestigung in Schaltanlagen, Schaltwarten oder Kabelkanälen ermöglicht. Die Primärisolierung wird durch den Kabelmantel bereitgestellt, während die Sekundärwicklung für eine Spannungsfestigkeit von 3 kV bei Netzfrequenz gegen Erde ausgelegt ist.

Technische Daten

Betriebsbedingungen

  • Installationsumgebung: Nur Innenraummontage
  • Nennfrequenz: 50 Hz oder 60 Hz
  • Höhenlage: Maximal 1000 m über NN
  • Umgebungstemperatur: -5 °C bis +40 °C
  • Relative Luftfeuchtigkeit: Zulässig in feuchten Innenräumen, sofern keine Kondensation auftritt
  • Umweltbedingungen: Frei von korrosiven Gasen, explosionsfähigen Medien, starken Vibrationen oder mechanischen Stößen

Technische Daten

Modell Kabel-
Kapazität
Sekundär-
kreis-
widerstand (Ω)
Einstell- /
Ansprech-
strom (A)
Empfindlich-
keit (A)
Typisches
Nenn-
übersetzungs-
verhältnis (A)
LJ-2 1–2 10 0,03 1–3 20/1
LJ-4 3–4 10 0,03 1–3 20/1
LJ-7 5–7 10 0,03 1–3 40/1
Hinweis zur Auswahl: Bestätigen Sie während der Planung die Relaiseingangsdaten, Leitungslänge und Gesamtbelastung des Sekundärkreises, um einen störungsfreien Betrieb mit Reststromrelais wie DD-11/60 sicherzustellen.

Installation und Verdrahtung

Installationsdiagramm

Befestigen Sie den Wandler mithilfe der mitgelieferten Halterung und der vorgebohrten Löcher an einer stabilen Innenraumstruktur. Führen Sie alle Phasenleiter der geschützten Schaltung durch das Wandlerfenster – kompakt und zentriert – und stellen Sie sicher, dass parallele Leiter pro Phase gemeinsam durch dasselbe Fenster geführt werden, um falsche Reststrommessungen zu vermeiden. Verbinden Sie die Sekundärverdrahtung mit klarem Kennzeichnung und mechanischem Schutz mit dem Relais.

Installationsdiagramm der LJ-Serie

Abmessungen

Modell A (mm) B (mm) H (mm) ΦD (mm) Φd (mm)
LJ-2 150 200 295 230 110
LJ-4 220 280 335 285 140
LJ-7 220 300 375 300 180
Sicherheitshinweis (Stromwandler): Niemals den Sekundärkreis des Wandlers bei eingeschaltetem Primärkreis öffnen – es können gefährliche Spannungen entstehen. Vor dem Trennen der Relaisverdrahtung Sekundärklemmen kurzschließen und Lockout/Tagout-Verfahren befolgen. Den Sekundärkreis an genau einem Punkt gemäß geltender Sicherheitsvorschriften erden.

Auswahl und FAQs

Auswahlhilfe

  • Wählen Sie LJ-2, LJ-4 oder LJ-7 basierend auf Anzahl, Außendurchmesser und räumlicher Anordnung paralleler Kabel und prüfen Sie anschließend die Öffnungsweiten von 110 mm, 140 mm bzw. 180 mm.
  • Bestätigen Sie den erwarteten minimalen Erdschlussstrom und dass der Empfindlichkeitsbereich von 1–3 A mit einem Einstellstrom von 0,03 A den Anforderungen der Schutzstudie entspricht.
  • Passen Sie das typische Übersetzungsverhältnis 20/1 A für LJ-2/LJ-4 bzw. 40/1 A für LJ-7 an den Eingang des DD-11/60 oder eines äquivalenten Reststromrelais an.
  • Prüfen Sie die Anforderung an den Sekundärkreiswiderstand von 10 Ω sowie Leitungslänge und Relaisbelastung, damit der gesamte Sekundärkreis zuverlässig arbeitet.
  • Planen Sie die Innenraummontage, die Durchführung aller Phasenleiter, die einpolige Sekundärerdung und eine Kurzschlussvorrichtung für sichere Relaiswartung.

Häufig gestellte Fragen

F1: Welche Geräte können mit dem LJ-2/4/7 geschützt werden?

Die Serie liefert Reststromsignale für den Erdschluss-Schutz von Generatoren, Synchronkondensatoren, Motoren und Kabelabgängen in Innenraum-Kleinstrom-Erdungssystemen.

F2: Worin besteht der Hauptunterschied zwischen LJ-2, LJ-4 und LJ-7?

Sie sind für unterschiedliche Mehrfachkabelgruppen ausgelegt: typischerweise 1–2, 3–4 bzw. 5–7 Kabel mit nominalen Öffnungsweiten von 110 mm, 140 mm bzw. 180 mm. Die tatsächliche Passgenauigkeit muss anhand der Kabelabmessungen geprüft werden.

F3: Welches Relais kann angeschlossen werden?

In der veröffentlichten Anwendung wird ein DD-11/60-Reststromrelais oder ein äquivalentes Gerät verwendet, dessen Eingang, Ansprechbereich und Belastbarkeit mit dem gewählten Wandler kompatibel sind.

F4: Welche typischen Stromübersetzungsverhältnisse gibt es?

LJ-2 und LJ-4 haben typischerweise 20/1 A, während LJ-7 typischerweise 40/1 A aufweist. Das Schutzkonzept sollte zudem die Daten zu 1–3 A Empfindlichkeit und 0,03 A Einstellstrom berücksichtigen.

F5: Wie müssen parallele Kabel verlegt werden?

Alle Phasenleiter der geschützten Schaltung – einschließlich sämtlicher paralleler Leiter – müssen in gleicher Richtung durch dieselbe Öffnung geführt und kompakt angeordnet werden.

F6: Stellt der Wandler die Primärisolierung bereit?

Nein. Die Systemspannungsisolierung wird durch den Kabelmantel bereitgestellt. Die Sekundärwicklung weist eine dokumentierte Spannungsfestigkeit von 3 kV bei Netzfrequenz gegen Erde für eine Minute auf.

F7: Was ist vor dem Trennen der Relaisverdrahtung erforderlich?

Sichern Sie die Anlage gemäß Lockout/Tagout, stellen Sie die Primärseite spannungsfrei und schließen Sie die Sekundärseite des Wandlers über eine zugelassene Klemme kurz, bevor der Kreis geöffnet wird. Erdung der Sekundärseite erfolgt an genau einem Punkt gemäß Projektstandard.

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