JLSZV-24W 24kV Außen-Kombinationswandler (CT/PT)

24-kV-Außen-Kombinationswandler (CT/PT) mit Isolationsklasse 24/65/125 kV

  • Epoxidharzguss ermöglicht wartungsfreien, ölfreien Betrieb
  • Genauigkeitsklasse 0,2S für Messung und 5P20 für Schutz
  • Geeignet für Freiluft-Umspannwerke und industrielle Verteilnetze
  • Erfüllt IEC 61869-3 und IEC 61869-5
  • Integrierte dreiphasige Spannungs- und Strommessung in einem Gerät
  • Manipulationssichere Bauweise für sicheres Energiemessen

Übersicht

Der JLSZV-24W ist ein dreiphasiger, zweikomponentiger Kombinationswandler für den Außeneinsatz mit Epoxidharzguss, ausgelegt für 24-kV-Mittelspannungsverteilungsanlagen. Er integriert die Funktionen eines Stromwandlers (CT) und eines Spannungswandlers (PT) in einem einzigen harzgegossenen Gehäuse und liefert präzise Strom- und Spannungssignale für Mess- und Schutzzwecke.

Dieser 24-kV-Kombinationswandler verfügt über hohe Genauigkeitsklassen (0,2S, 0,2, 0,5) und eignet sich daher für abrechnungsgenaue Messungen in industriellen Umspannwerken, freistehenden Mastmontagen sowie Verteilnetzen von Energieversorgern. Er erfüllt die Normen GB20840.4-2015 und IEC 61869-4 und bietet eine Isolationsklasse von 24/65/125 kV für zuverlässigen Außeneinsatz.
JLSZV 24W Outdoor Cast Resin Current and Voltage Transformer 24kV 2
JLSZV 24W Outdoor Cast Resin Current and Voltage Transformer 24kV 3

Kurzübersicht der Nennwerte

Parameter Nennwert
Netzspannung 24 kV
Isolationspegel 24/65/125 kV
Primärstrombereich 5 A – 2000 A
Sekundärstrom 1 A oder 5 A
Sekundärspannung 100 V oder 100/√3 V
Messgenauigkeit (CT) 0,2S, 0,2, 0,5
Schutzgenauigkeit (CT) 5P10, 5P20
PT-Genauigkeitsklasse 0,2, 0,5
Frequenz 50 Hz / 60 Hz
Kriechstrecke ≥25 mm/kV
Blitzstoßfestigkeit 125 kV (Spitze)
Umgebungstemperaturbereich -25 °C bis +55 °C

Ausführung

Der JLSZV-24W besitzt eine monolithische Epoxidharzkonstruktion, die die magnetischen Kerne und Wicklungen vollständig umschließt. Dadurch wird das Risiko von Ölaustritt eliminiert und wartungsfreier Betrieb gewährleistet. Das Gehäuse ist UV-beständig und für langfristigen Außeneinsatz ausgelegt. Die äußeren Oberflächen weisen große Kriechstrecken auf, um Überschläge in verschmutzten oder feuchten Umgebungen zu verhindern. Primäranschlüsse bestehen aus verzinntem Kupfer für geringen Kontaktwiderstand und Korrosionsbeständigkeit. Sekundäranschlüsse befinden sich in einer versiegelten, manipulationssicheren Anschlussdose mit IP54-Schutzart. Die Konstruktion enthält verstärkte Isolationsbarrieren zwischen Phasen und Erde und erfüllt so die strengen Anforderungen an Stoß- und Wechselspannungsfestigkeit gemäß IEC 61869-4.

Technical Parameters

Betriebsbedingungen

  • Einbaulage: Freiluft-Umspannwerke, mastmontiert oder an Verteilpunkten
  • Umgebungstemperatur: -25 °C bis +55 °C
  • Maximale Höhe: ≤ 2000 m
  • Umgebung: Außenbereich mit Witterungseinfluss
  • Erdung: Erdungsanschluss gemäß lokalen Elektrovorschriften und Messnormen verbinden
  • Wartung: Epoxidharzausführung erfordert minimale Wartung im Außenbereich

Technische Daten

Der JLSZV-24W ist ein außen aufzustellender, epoxidharzgegossener Kombinationswandler für 24-kV-Systeme mit dreiphasigem Zweikomponenten-Design. Er arbeitet bei Temperaturen von -25 °C bis +55 °C und Höhen bis 2000 m, erfüllt die Normen GB20840.4-2015 und IEC 61869-4:2013 und unterstützt einen weiten Primärstrombereich von 5 A bis 2000 A.

Daten des Spannungswandlers

Nenn-
spannung
(kV)
Nenn-
isolations-
pegel
(kV)
Genauigkeits-
klasse /
Nenn-
ausgang
Max.
Ausgangs-
leistung
(VA)
20/0,1 24/65/125 0,2 (2×30 VA), 0,5 (2×100 VA) 600

Daten des Stromwandlers

Nenn-
primär-
strom
(A)
Nenn-
isolations-
pegel
(kV)
Genauigkeits-
klasse /
Nenn-
ausgang
Kurzzeit-
thermischer
Strom
Dynamischer
Strom
5 – 600 24/65/125 0,2S (2×30 VA) 80 × In 200 × In
750 – 800 24/65/125 0,2S (2×40 VA) 80 kA 200 kA
1000 – 2000 24/65/125 0,2S (2×40 VA) 100 kA 250 kA
Hinweis zur Auswahl: Stellen Sie die Kompatibilität von Genauigkeitsklasse und Belastungsanforderungen mit angeschlossenen Mess- oder Schutzgeräten sicher. Prüfen Sie während der Installation Netzspannung und Kurzschlussströme gegen die Wandler-Nennwerte.

Installation & Wiring

Installationsdiagramm

Installationsdiagramm

Der JLSZV-24W ist für die Montage auf Masten oder Plattformen im Freien konzipiert. Befestigen Sie das Gerät sicher auf einer stabilen Unterlage und achten Sie auf ausreichenden Abstand zu allen Seiten für Sicherheit und Wartungszugang. Beachten Sie lokale Vorschriften bezüglich Abständen und Erdungspraxis.

Verschaltungsschema

Verschaltungsschema

Das Verschaltungsschema zeigt die Anschlüsse für Stromwandler (CT) und Spannungswandler (PT). Die Klemmen AP1/AP2 und CP1/CP2 entsprechen den Primärbuchsen in der Frontansicht. CT-Sekundärklemmen liefern Stromsignale an Energiezähler und Schutzrelais, während PT-Sekundärklemmen Spannungseingänge für Mess- und Schutzgeräte bereitstellen. Prüfen Sie vor der Inbetriebnahme stets Anschlussreihenfolge und Polarität.

CT-Sekundärkreise dürfen während des Betriebs niemals offen sein, da dies zu gefährlichen Überspannungen und Geräteschäden führen kann. Stellen Sie stets sicher, dass die Sekundärseiten ordnungsgemäß kurzgeschlossen oder mit Lastgeräten verbunden sind, bevor das System unter Spannung gesetzt wird.

Selection & FAQs

Auswahlhilfe

  • Wählen Sie für 24-kV-Systeme mit Isolationspegel 24/65/125 kV.
  • Wählen Sie den CT-Primärstrom entsprechend der tatsächlichen Last im Bereich von 5 A bis 2000 A (verfügbar in drei Segmenten: 5–600 A, 750–800 A und 1000–2000 A).
  • Geben Sie die CT-Genauigkeitsklasse als 0,2S für hochgenaue Energiemessungen an.
  • Wählen Sie die PT-Genauigkeitsklasse entweder 0,2 oder 0,5 je nach Messanforderung.
  • Bestätigen Sie das PT-Spannungsübersetzungsverhältnis als 20/0,1 kV zur Anpassung an Netzspannung und Zählereingang.

Häufig gestellte Fragen

F1: Wie wähle ich das richtige JLSZV-24W-Modell basierend auf den Mess- und Schutzanforderungen meines 24-kV-Verteilungsnetzes?

Die Auswahl hängt von drei entscheidenden Parametern ab: (1) Primärstromnennwert – wählen Sie aus 5–600 A, 750–800 A oder 1000–2000 A basierend auf Ihrer maximalen Last und dem Kurzschlussstrom; (2) Genauigkeitsklasse – geben Sie CT als 0,2S für abrechnungsgenaues Messen (gemäß IEC 62053-22) und PT als 0,2 für hochpräzise Anwendungen oder 0,5 für allgemeine Messungen an; (3) Belastbarkeit – stellen Sie sicher, dass angeschlossene Zähler/Schutzrelais ≤30 VA ziehen (für 0,2S-CTs bis 600 A) oder ≤40 VA (für höhere Ströme), und die PT-Belastung pro Phase bei Klasse 0,2 nicht 30 VA überschreitet. Prüfen Sie stets, ob die Netzspannung (20 kV Nennspannung phasenphasen) zum PT-Übersetzungsverhältnis 20/0,1 kV passt und ob die Kurzschlusspegel unterhalb der thermischen (80–100 kA) und dynamischen (200–250 kA) Festigkeitswerte des Wandlers liegen.

F2: Welche wesentlichen technischen Unterschiede bestehen zwischen dem JLSZV-24W und herkömmlichen ölgefüllten Kombinationswandlern im 24-kV-Außeneinsatz?

Die Epoxidharzkonstruktion des JLSZV-24W verzichtet auf brennbares Öl und beseitigt damit Brandgefahr und Umweltbelastung durch Leckagen – besonders wichtig in urbanen oder ökologisch sensiblen Bereichen. Er bietet eine bessere Verschmutzungsbeständigkeit mit ≥25 mm/kV Kriechstrecke gegenüber ~18–20 mm/kV bei vielen ölgefüllten Geräten, was die Zuverlässigkeit in Küsten- oder Industrieatmosphären erhöht. Im Gegensatz zu ölgefüllten Typen, die regelmäßige Durchschlagspannungsprüfungen und Ölproben erfordern, ist der JLSZV-24W über seine gesamte Lebensdauer wartungsfrei. Allerdings besitzt Harz eine geringere Wärmekapazität, sodass die Dauerüberlastfähigkeit begrenzt ist; stellen Sie sicher, dass der Betriebsstrom innerhalb des zulässigen Primärstrombereichs bleibt. Beide erfüllen IEC 61869-Normen, doch die monolithische Bauweise des JLSZV-24W bietet bessere mechanische Robustheit gegen Vibrationen bei Mastmontage.

F3: Welche Installationsfehler beeinträchtigen häufig Leistung oder Sicherheit des JLSZV-24W in Freiluft-Umspannwerken?

Drei häufige Fehler: (1) Offene CT-Sekundärkreise beim Einschalten – dies induziert gefährliche kV-Spannungen durch Kernsättigung und birgt Isolationsversagens- und Personengefahr; schließen Sie CT-Sekundärseiten stets kurz oder verbinden Sie sie mit einer Last, bevor Primärspannung angelegt wird. (2) Unzureichende Erdung – fehlende Verbindung des Erdungsanschlusses mit einem niederimpedanten Erdungsnetz gemäß IEC 61936 beeinträchtigt den Blitzschutz (125 kV Spitze) und kann Überspannungserscheinungen verursachen. (3) Unzureichender Abstand – zu dichte Montage zu geerdeten Teilen oder anderen Phasen verletzt Mindestabstände für 24-kV-Systeme (typischerweise ≥300 mm) und erhöht das Überschlagrisiko, insbesondere bei Feuchtigkeit oder Verschmutzung. Befolgen Sie stets den beiliegenden Schaltplan zur Polarisitätsprüfung (z. B. AP1/CP1 als netzseitige Anschlüsse), um Messfehler zu vermeiden.

F4: Wie interpretiere ich Genauigkeitsklassen (z. B. 0,2S, 5P20) und Belastungswerte bei der Integration des JLSZV-24W mit modernen digitalen Zählern und Relais?

Die Genauigkeitsklasse definiert Fehlergrenzen unter festgelegten Bedingungen: 0,2S-CTs garantieren ≤±0,2 % Strommessfehler bei 1–120 % des Nennstroms (In), was für abrechnungsgenaue Messungen auch bei geringer Last in der Industrie unerlässlich ist. Hingegen kennzeichnet 5P20 Schutzklasse – ≤±5 % Fehler bei 20×In Kurzschlussstrom, um zuverlässiges Relaisverhalten bei Kurzschlüssen sicherzustellen. Die Belastung (z. B. 2×30 VA) ist die maximale scheinbare Leistung, die die Sekundärseite bei Einhaltung der Genauigkeit liefern kann; ihre Überschreitung erhöht Verhältnis- und Phasenfehler. Beispiel: Ein 0,2S/30 VA-CT treibt einen Zähler mit 2 Ω Leitungswiderstand (bei 5 A Sekundärstrom) – dies verbraucht 50 VA, überschreitet die Nennbelastung und verschlechtert die Genauigkeit. Berechnen Sie stets die Gesamtbelastung: Zählereingang + Leitungsverluste + Relaisimpedanz. Verwenden Sie 1 A Sekundärstrom bei Leitungslängen über 20 m, um den VA-Bedarf zu senken.

F5: Welche Wartungs- und Fehlersuchmaßnahmen werden für den JLSZV-24W im langfristigen Außeneinsatz empfohlen?

Aufgrund seiner versiegelten Epoxidharzkonstruktion benötigt der JLSZV-24W keine routinemäßige interne Wartung. Dennoch empfiehlt sich jährlich eine Sichtprüfung: Prüfen Sie auf Oberflächenspuren, UV-bedingte Risse oder Verschmutzungsablagerungen am Gehäuse – reinigen Sie ggf. mit nicht scheuerndem Reinigungsmittel, falls Kriechstrecken beeinträchtigt erscheinen. Überprüfen Sie die Dichtigkeit der Anschlussdose (IP54) und das Anzugsdrehmoment der Primäranschlüsse (typischerweise 25–30 N·m für verzinntes Kupfer). Tritt Messdrift auf, prüfen Sie zunächst die Integrität des Sekundärkreises (keine Unterbrechungen, korrekte Belastung); bei anhaltendem Problem führen Sie Erregungsprüfungen gemäß IEC 61869-2 zur Erkennung von Kernalterung durch. Führen Sie niemals Eigenreparaturen durch – ersetzen Sie das Gerät, wenn der Isolationswiderstand (gemessen bei 2500 V DC) unter 1000 MΩ fällt oder Teilentladungen bei 1,2×Ur 10 pC überschreiten.

F6: Wie wirkt sich eine Höhe über 1000 m auf die Isolationsleistung des JLSZV-24W aus, und welche Herabstufung ist erforderlich?

Der JLSZV-24W ist bis ≤2000 m Höhe ohne Herabstufung zugelassen. Über 1000 m nimmt die Luftdichte ab und reduziert die Durchschlagfestigkeit. Gemäß IEC 60071-2 muss die Außenisolationsfestigkeit je 100 m über 1000 m um ~1 % erhöht werden. Da der Basisisolationspegel (BIL) des Geräts 125 kV (Blitzstoß) und die Wechselspannungsfestigkeit 65 kV (1 min) beträgt, bleiben Installationen zwischen 1000–2000 m konform, da diese Margen die ~10 %ige Reduktion der Luftdichte kompensieren. Für Höhen >2000 m kontaktieren Sie bitte den Hersteller – möglicherweise sind Maßnahmen wie Silikon-RTV-Beschichtung zur Erhöhung der Kriechstrecke erforderlich, und die thermischen Stromnennwerte könnten je 100 m um 1 % herabgestuft werden müssen, da die konvektive Kühlung abnimmt.

F7: Welche Anpassungsoptionen stehen für den JLSZV-24W zur Erfüllung spezifischer Vorgaben von Energieversorgern oder Industrieprojekten zur Verfügung?

Wichtige anpassbare Parameter umfassen: (1) CT-Primärstrom – beliebiger Wert innerhalb der segmentierten Bereiche 5–2000 A (z. B. 400 A, 1250 A); (2) Sekundärausgänge – CT als 1 A oder 5 A, PT als 100 V (phasenphasen) oder 100/√3 V (phasenerde); (3) Genauigkeitskombinationen – z. B. Zweikern-CTs mit 0,2S für Messung und 5P20 für Schutz auf separaten Sekundärseiten; (4) Anschlusskonfiguration – kundenspezifische Bolzenmuster oder Kabeleinführungsrichtungen für Nachrüstprojekte; (5) Erhöhte Verschmutzungsbeständigkeit – Kriechstrecke auf ≥31 mm/kV steigerbar (Klasse IV gemäß IEC 60815) für extreme Küsten- oder Wüstenbedingungen. Lieferzeiten für Sonderausführungen verlängern sich typischerweise um 2–4 Wochen gegenüber Standardmodellen. Alle Varianten behalten den Isolationspegel 24/65/125 kV und erfüllen IEC 61869-4.

F8: Wie vergleicht sich der Total Cost of Ownership (TCO) des JLSZV-24W mit diskreten CT+PT-Lösungen bei 24-kV-Außenmessungen?

Obwohl der JLSZV-24W 10–15 % höhere Anschaffungskosten als separate ölgefüllte CT- und PT-Einheiten aufweist, ist sein TCO über eine 20-jährige Lebensdauer typischerweise niedriger. Wesentliche Einsparfaktoren: (1) Geringerer Installationsaufwand – ein Montagepunkt, vereinfachte Verdrahtung und weniger Anschlüsse reduzieren die Inbetriebnahmezeit um ~30 %; (2) Nullwartung – keine Ölprüfungen, Nachfüllungen oder Dichtungswechsel; (3) Geringerer Platzbedarf – entscheidend bei platzbeschränkten Mast- oder Bodenstationen; (4) Höhere Zuverlässigkeit – monolithische Harzbauweise senkt die Ausfallrate (typische MTBF >100.000 h vs. ~70.000 h für Ölgeräte in rauen Klimazonen). Zudem minimiert das integrierte Design Messfehler durch Phasenverschiebungsabweichungen zwischen CT und PT. Für Netzbetreiber, die abrechnungsgenaue Messung und Ausfallminimierung priorisieren, bietet der JLSZV-24W trotz moderater Anfangsinvestition eine überlegene ROI.

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