Übersicht
Die LXC-10/155-300-60 und LXC-10/155-300-80 sind innenraumgeeignete, harzgegossene Nullstrom-Wandler mit einer Isolationsfestigkeit von 0,72/3 kV. Sie verfügen über einen geteilten Kern und ein langovales, laufbahnförmiges Fenster, das speziell für gruppierte oder doppelte Kabelanordnungen in Mittelspannungsschaltanlagen und Schutzschalttafeln konzipiert ist.
Diese Wandler liefern einen Sekundärstrom von 5 A oder 1 A mit den Schutzgenauigkeitsklassen 10P5 oder 10P10 und eignen sich für Erdfehlererkennung, Reststromüberwachung sowie als Eingangssignal für Relais in 50-Hz- oder 60-Hz-Systemen. Sie erfüllen die Anforderungen an innenraumgeeignete Nullstrom-Wandler in Ringmain Units, Kabelräumen und Nachrüstinstallationen, bei denen bestehende Kabel nicht unterbrochen werden dürfen.

Wichtigste Nennwerte im Überblick
| Parameter | Nennwert |
|---|---|
| Nennisolationspegel | 0,72/3 kV |
| Nennfrequenz | 50 Hz / 60 Hz |
| Nennsekundärstrom | 5 A oder 1 A |
| Schutzklasse | 10P5 / 10P10 |
| Primärstrom (Nullstrom) | Entsprechend gewähltem Übersetzungsverhältnis |
| Sekundärbelastbarkeit | Abhängig von Gehäusetiefe und Übersetzung |
| Einbaulage | Innenraum |
| Kerntyp | Magnetkreis mit geteiltem Kern |
| Isolationsmaterial | Harzgegossen |
| Fenstertyp | Langoval (Doppelkabelbahn) |
| Gehäusetiefenoptionen | 60 mm, 80 mm |
| Anwendung | Nullstrom-Erfassung, Erdfehlerschutz |
Modellbezeichnung

- L: Stromwandler
- X: Nullstrom-Stromwandler-Typ
- C: Harzgegossen / Baureihenkennung
- 10: Baureihen-Kennung
- 155-300: Kennung der laufbahnförmigen Fensterstruktur
- 60 / 80: Gehäusetiefe / Strukturstärke-Kennung
Ausführung
Die Serie LXC-10/155-300 verfügt über eine geteilte Kernbauweise mit zwei separierbaren Hälften, die jeweils in harzgegossener Isolation eingebettet sind. Diese Bauweise bietet mechanische Robustheit, elektrische Isolation und stabile Leistung in Innenräumen. Der magnetische Kern wird durch Zusammenklemmen der beiden Hälften um das Kabelbündel nach der Montage gebildet, wodurch ein geschlossener Magnetkreis entsteht, ohne dass die Kabel abgeklemmt werden müssen. Das langovale Fenster – gekennzeichnet als 155-300 – ermöglicht das Durchführen mehrerer Außenleiter in kompakten Schaltschränken unter Einhaltung erforderlicher Biegeradien und Abstände. Die Harzvergussausführung schützt vor Feuchtigkeit, Staub und mechanischer Beanspruchung und macht den Wandler somit geeignet für Schaltanlagen und Schutzschalttafeln unter standardmäßigen Innenraumbedingungen.
Technical Parameters
Betriebsbedingungen
- Einbaulage: Innenraum
- Nennisolationspegel: 0,72/3 kV
- Nennfrequenz: 50 Hz / 60 Hz
- Umgebungstemperatur: -25 °C bis +40 °C
- Einbauumgebung: Frei von starken Vibrationen, korrosiven Gasen, leitfähigem Staub, explosionsfähigen Medien, starker Feuchtigkeit und schwerer Verschmutzung.
- Kabelführung: Alle Außenleiter des zu schützenden Stromkreises müssen gleichgerichtet durch dasselbe Wandlerfenster geführt werden.
- Mechanische Belastung: Das Kabelbündel muss das langovale Fenster passieren, ohne den Wandlerkörper mechanisch zu beanspruchen.
- Trennfuge des geteilten Kerns: Die Fugenfläche muss nach der Montage sauber, ausgerichtet und fest verklemmt sein.
Technische Parameter
Der LXC-10/155-300-60/80 ist ein innenraumgeeigneter Nullstrom-Wandler mit Doppelkabelbahn, einem Nennisolationspegel von 0,72/3 kV und harzgegossener Isolation. Er arbeitet in einem Umgebungstemperaturbereich von -25 °C bis +40 °C, erfüllt die Normen GB 20840.1-2010 und GB 20840.2-2014 und unterstützt Primärstromübersetzungen von 20/1 bis 400/5 A.
Modell: LXC-10 155-300-60
| Nenn-
Stromübersetzung |
Nennausgang
10P5 (VA) |
Nennausgang
10P10 (VA) |
|---|---|---|
| 50/5 | 1,5 | 0,5 |
| 75/5 | 2,5 | 0,5 |
| 100/5 | 2,5 | 1 |
| 150/5 | 3,75 | 1,5 |
| 200/5 | 5 | 1,5 |
| 300-400/5 | 7,5 | 2,5 |
| 50/1 | 1,5 | 0,5 |
| 75/1 | 2,5 | 1 |
| 100/1 | 3,75 | 1,5 |
| 150/1 | 5 | 2,5 |
Modell: LXO-10 155-300-80
| Nenn-
Stromübersetzung |
Nennausgang
10P5 (VA) |
Nennausgang
10P10 (VA) |
|---|---|---|
| 20/5 | 0,5 | – |
| 50/5 | 2,5 | 1 |
| 75/5 | 2,5 | 1,5 |
| 100/5 | 3,75 | 1,5 |
| 150/5 | 7,5 | 2,5 |
| 200/5 | 10 | 3,75 |
| 300-400/5 | 15 | 5 |
| 20/1 | 1 | 0,5 |
| 50/1 | 2,5 | 1 |
| 75/1 | 3,75 | 1,5 |
| 100/1 | 5 | 2,5 |
| 150/1 | 7,5 | 3,75 |
Hinweis: Liegen Kundenanforderungen außerhalb der oben genannten Bereiche, bedürfen sie einer gesonderten Vereinbarung zwischen Hersteller und Käufer.
Installation & Wiring
Montageschema

Die LXC-10/155-300-60 und LXC-10/155-300-80 sind geteilte Nullstrom-Wandler mit laufbahnförmigem Fenster, die zur Montage um ein Bündel von Außenleitern vorgesehen sind. Die beiden harzgegossenen Hälften werden geöffnet, um das Kabelbündel positioniert, dann geschlossen und verklemmt, um einen geschlossenen Magnetkreis zu bilden. Anschließend wird das Gerät mit der vorgesehenen Befestigungslänge (280 mm) am Schrankboden oder Montagewinkel befestigt und gemäß der genehmigten Außenkonturzeichnung ausgerichtet.
Verdrahtungsschema

Die Sekundärklemmen sind mit OS1/S1 und OS2/S2 gekennzeichnet. OS1 (bzw. S1) ist die polaritätsgekennzeichnete Ausgangsklemme und muss entsprechend der geforderten Polarität mit dem Relais- oder Überwachungseingang verbunden werden. OS2 (bzw. S2) wird mit der Rückleiterklemme des Schutzkreises verbunden. Alle geschützten Außenleiter (A, B, C) müssen gleichgerichtet durch dasselbe laufbahnförmige Fenster geführt werden. Bei Anwendung zum Nullstrom-(Erdfehler-)Schutz darf niemals nur ein Außenleiter durch das Fenster geführt werden.
Selection & FAQs
Auswahlhilfe
- Prüfen Sie die vollständige A-B-C-Kabelanordnung im Verhältnis zum langovalen 155–300-Fenster und bestätigen Sie Biegeradius, Isolationsabstand und Montageraum im Schrank.
- Wählen Sie das 60-mm-Gehäuse bei begrenzter Tiefe oder das 80-mm-Gehäuse bei höherem Ausgangsbedarf bzw. bei 20-A-Übersetzung; prüfen Sie die genehmigte Außenkonturzeichnung.
- Wählen Sie einen Sekundärstrom von 1 A oder 5 A sowie ein Übersetzungsverhältnis, das dem erwarteten Erdfehlerstrom und dem Ansprechbereich des angeschlossenen Relais entspricht.
- Geben Sie 10P5 oder 10P10 an, addieren Sie Relais- und Leitungswiderstände und halten Sie die Gesamtbelastung innerhalb der VA-Nennwerte des jeweiligen Modells und Übersetzungsverhältnisses.
- Vergewissern Sie sich, dass alle geschützten Außenleiter gleichgerichtet durch das Fenster geführt werden, und prüfen Sie vor der Montage die Führung von Schirm, Armierung, Neutralleiter und PE.
Häufig gestellte Fragen
F1: Was ist ein Nullstrom-Wandler mit Doppelkabelbahn?
Er verwendet eine langovale, laufbahnförmige Öffnung, um breite oder gruppierte Kabelanordnungen aufzunehmen, die in ein herkömmliches rundes Fenster nicht passen würden, und misst dabei den Reststrom für den Erdfehlerschutz.
F2: Worin besteht der Unterschied zwischen den Versionen mit 60 mm und 80 mm?
Die Endziffer kennzeichnet die Gehäusetiefe. Das 80-mm-Modell bietet generell eine höhere VA-Leistung und umfasst ausgewählte 20-A-Übersetzungen; das 60-mm-Modell reduziert den Montagetiefenbedarf.
F3: Kann der LXC an einer bestehenden Speiseleitung montiert werden?
Ja. Die beiden harzgegossenen Hälften lassen sich trennen und um das installierte Kabelbündel schließen, sodass eine Unterbrechung der Primärkabel vermieden wird, sofern ausreichend Montagezugang vorhanden ist.
F4: Welche Übersetzungsverhältnisse sind verfügbar?
Die 60-mm-Version deckt 50/5 A–400/5 A und 50/1 A–150/1 A ab. Die 80-mm-Version ergänzt ausgewählte 20/5-A- und 20/1-A-Konfigurationen; Genauigkeitsklasse und Ausgang hängen vom gewählten Übersetzungsverhältnis ab.
F5: Bedeutet die „10“ in LXC-10, dass der Wandler eine 10-kV-Isolation aufweist?
Nein. Die veröffentlichte Isolationsfestigkeit des Wandlers beträgt 0,72/3 kV; „10“ ist eine Baureihenkennung. Bei Verwendung um isolierte Mittelspannungskabel behält das Kabelsystem seine primäre Isolation, und alle projektspezifischen Abstände müssen geprüft werden.
F6: Wie müssen die Leiter geführt werden?
Alle geschützten Außenleiter müssen gleichgerichtet durch dasselbe Fenster geführt werden. Schirme, Armierungen, Neutral- und Erdleiter müssen entsprechend dem Erdungskonzept verlegt werden, damit der Reststrom weder umgangen noch fälschlich eingebracht wird.
F7: Welche Prüfungen sind vor der Inbetriebnahme unerlässlich?
Stellen Sie sicher, dass die Trennflächen sauber, ausgerichtet und fest verklemmt sind; der Wandler sicher montiert ist; Polarität (OS1/S1) und Leitungsdurchgängigkeit korrekt sind; Relaiseinstellungen bestätigt wurden; und der Sekundärkreis nicht offen ist.