JLSZV-6/10W Kombinationswandler (Strom- und Spannungswandler)

6/10-kV-Spannungsklasse mit Isolationspegeln bis 12/42/75 kV

  • Genauigkeitsklasse 0,2S für Messung und 5P10 für Schutz
  • Gehäuse und Zählerkasten aus korrosionsbeständigem Edelstahl
  • Geeignet für Freiluft-, mastmontierte und kompakte Umspannanlagen
  • Integriert harzgegossenen CT und PT in einer abgedichteten Baugruppe
  • Erfüllt IEC 61869-3 und GB/T 20840
  • Ausgelegt für raue Umgebungen wie Küsten- und Industriegebiete

Übersicht

Der JLSZV-6/10W ist ein korrosionsbeständiger Kombinationswandler aus Edelstahl für Freiluftanlagen in 6-kV- und 10-kV-Mittelspannungsnetzen. Er vereint die Funktionen eines Stromwandlers (CT) und eines Spannungswandlers (PT) in einem einzigen, epoxidharzgegossenen, isolierten Baugruppengehäuse und gewährleistet zuverlässige Leistung unter rauen Umgebungsbedingungen.

Dieser CT/PT-Kombinationswandler unterstützt Stromnennwerte von 5 A bis 200 A und erfüllt die Norm GB17201-2006 für hochgenaue Messung. Er eignet sich für mastmontierte Anlagen, kompakte Umspannwerke sowie Industrieanlagen, die präzise Energiemessung und Schutzsignalisierung in korrosiven oder feuchten Umgebungen – wie Küstengebieten und Chemieanlagen – erfordern.

Produktansicht

Wichtigste Nennwerte im Überblick

Parameter Nennwert
Netzspannung 6 kV / 10 kV
Isolationspegel (kV) 3,6/25/40; 7,2/32/60; 12/42/75
Primärstrombereich 5 A – 200 A
Sekundärstrom 5 A
Sekundärspannung 100 V / √3
Genauigkeitsklasse (Messung) 0,2S / 0,5S
Genauigkeitsklasse (Schutz) 5P10 / 5P20
Frequenz 50 Hz
Isolationsmaterial Epoxidharzgegossen
Gehäusematerial Edelstahl
Einbauart Freiluft, mastmontiert
Normkonformität GB17201-2006

Modellbezeichnung

  • J: Kombinierter Messwandler (CT + PT)
  • L: Freiluft-Einbauart
  • S: Epoxidharz-Isolierung
  • Z: Integrierter Zählerkasten
  • V: Edelstahlgehäuse
  • 6/10: Nennnetzspannung (6 kV oder 10 kV)
  • W: Korrosionsbeständige Ausführung für raue Umgebungen

Aufbau

Der JLSZV-6/10W verfügt über eine robuste Konstruktion mit primären und sekundären Wicklungen, die in epoxidharzgegossene Isolierung eingebettet sind und so hervorragende dielektrische Festigkeit und mechanische Stabilität bieten. Die gesamte Baugruppe befindet sich in einem abgedichteten Edelstahlgehäuse, das hervorragenden Schutz gegen Korrosion, Salznebel, Feuchtigkeit und chemische Einflüsse bietet. Der integrierte Zählerkasten enthält einen gesicherten Klemmenraum zum Anschluss von Energiezählern und Überwachungsgeräten mit klarer Beschriftung und IP-geschütztem Schutz gegen Staub- und Wassereintritt. Sämtliche externen Befestigungselemente bestehen aus korrosionsbeständigem Material, um langfristige Zuverlässigkeit bei anspruchsvollen Freiluftanwendungen sicherzustellen.

Technical Parameters

Betriebsbedingungen

  • Einbauposition: Freiluft, mast- oder stationär montiert an Umspann- oder Verteilpunkten
  • Umgebungstemperatur: -15 °C bis +55 °C
  • Maximale Höhe: ≤ 4500 m (keine Leistungsreduzierung erforderlich)
  • Gehäuse: Korrosionsbeständige Edelstahlkonstruktion
  • Isolierung: Epoxidharzgegossene interne Isolierung
  • Erdung: Erdungsanschluss gemäß örtlichen Elektroinstallationsvorschriften und Messnormen
  • Wartung: Edelstahlgehäuse erfordert minimale Wartung, auch in korrosiven Umgebungen

Technische Parameter

Der JLSZV-6/10W ist ein dreiphasiger Freiluft-Kombinationswandler für 6-kV- und 10-kV-Systeme. Er verfügt über epoxidharzgegossene interne Isolierung, ein korrosionsbeständiges Edelstahlgehäuse und arbeitet im Temperaturbereich von -15 °C bis +55 °C bis zu einer Höhe von 4500 m ohne Leistungsreduzierung. Konform mit GB17201-2006 unterstützt er Stromübersetzungsverhältnisse von 5–200/5 A.

Daten des Spannungswandlers

Nenn-
Spannungs-
übersetzung
Genauig-
keitsklasse
Nenn-
Ausgangs-
leistung
(VA)
Grenz-
Ausgangs-
leistung
(VA)
Nenn-
Isolations-
pegel
(kV)
3000/100 0,2 15 300 3,6/25/40
6000/100 0,5 30 300 7,2/32/60
10000/100 0,5 30 300 12/42/75

Daten des Stromwandlers

Nenn-
Strom-
übersetzung
(A)
Genauig-
keitsklasse
Nenn-
Ausgangs-
leistung
(VA)
Kurzzeit-
thermischer
Strom
Dynamischer
Strom
Nenn-
Isolations-
pegel
(kV)
5 – 200/5 0,2S / 0,2 7,5 / 10 80 × I1n 200 × I1n 12/42/75
Hinweis zur Auswahl: Stellen Sie sicher, dass die Spezifikationen von Spannungs- und Stromwandlern mit den lokalen Netzvorgaben und Genauigkeitsanforderungen der Messung kompatibel sind.

Installation & Wiring

Installationsdiagramm

Installationsdiagramm

Der Kombinationswandler JLSZV-6/10W wird als wand- oder mastmontierte Einheit installiert, mit freiem Zugang zu den vorderen Durchführungen und dem integrierten Zählerkasten. Stellen Sie sicher, dass die Montagefläche das Gesamtgewicht der Baugruppe trägt und sichere Abstände für Hochspannungsanschlüsse, Erdung und Zählerzugang ermöglicht. Richten Sie das Gerät entsprechend der Maßangaben aus: Frontbreite 436 mm, Höhe 370 mm und Zählerkastenbasis 480 mm.

Anschlussplan

Anschlussplan

Der Anschlussplan zeigt die Klemmenbezeichnungen für Stromwandler (CT) und Spannungswandler (PT). AP1/AP2 und CP1/CP2 kennzeichnen Primär- und Sekundäranschlüsse für Außenleiter und Neutralleiter. Die CT-Sekundäranschlüsse liefern den Strom für Wirk- und Blindarbeitszähler, während die PT-Sekundäranschlüsse die Spannung für Zähler und Überwachungsgeräte bereitstellen. Alle Sekundärkreise müssen gemäß genehmigtem Projektplan verdrahtet werden, wobei offene CT-Sekundärkreise im Betrieb strikt zu vermeiden sind.

CT-Sekundärkreise dürfen während Installation oder Betrieb niemals offen sein. Kurzschließen Sie CT-Sekundäranschlüsse stets vor dem Trennen jeglicher Last. Stellen Sie sicher, dass das Epoxidharzgehäuse ordnungsgemäß geerdet ist, um Sicherheit und Normkonformität zu gewährleisten.

Selection & FAQs

Auswahlhilfe

  • Wählen Sie das Modell JLSZV-6/10W für 6-kV-Systeme (Isolationsklasse 7,2 kV) oder 10-kV-Systeme (Isolationsklasse 12 kV).
  • Wählen Sie den Primärstrom des CT zwischen 5 A und 200 A entsprechend dem tatsächlichen Lastbedarf.
  • Geben Sie den Sekundärstrom des CT als 5 A an; wählen Sie Genauigkeitsklasse 0,2S für hochgenaue Abrechnungsmessung oder 0,2 für allgemeine Anwendungen.
  • Wählen Sie das Spannungsübersetzungsverhältnis des PT – 3000/100, 6000/100 oder 10000/100 – entsprechend der Netzspannung und den Anforderungen des Zählers.
  • Bestätigen Sie die Genauigkeitsklasse des PT: 0,2 für Präzisionsmessung oder 0,5 für Standardanwendungen.
  • Stellen Sie sicher, dass die Einbauart als Freiluft, mastmontiert, angegeben wird – geeignet für raue Umgebungen wie Küsten- und Industriegebiete.

Häufig gestellte Fragen

F1: Wie wähle ich das passende JLSZV-6/10W-Modell für ein 10-kV-Küstenumspannwerk mit Genauigkeitsklasse 0,2S korrekt aus?

Für ein 10-kV-System in einer Küstenumgebung geben Sie den JLSZV-6/10W mit 10-kV-Netzspannung (entspricht Isolationspegel 12/42/75 kV gemäß IEC 60071), PT-Übersetzung 10000/100 V und einem Primärstrom des CT entsprechend Ihrer maximalen Last (z. B. 150/5 A) an. Wählen Sie Genauigkeitsklasse 0,2S für abrechnungsgenaue Messung gemäß GB17201-2006 und PT-Genauigkeitsklasse 0,2, falls hochpräzise Spannungsmessung erforderlich ist. Das Edelstahlgehäuse (gekennzeichnet durch die Endungen „V“ und „W“) gewährleistet Korrosionsbeständigkeit gegenüber Salznebel und eignet sich somit für Küstenanlagen ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen.

F2: Warum verwendet der JLSZV-6/10W Epoxidharz-Isolierung statt Öl oder SF6, und welche betrieblichen Kompromisse gibt es?

Der JLSZV-6/10W verwendet Epoxidharz-Isolierung aufgrund ihrer hohen mechanischen Festigkeit, Brandbeständigkeit, fehlenden Leckagerisikos und wartungsfreien Betriebsweise – entscheidend für Freiluft-, mastmontierte Anwendungen in feuchten oder chemisch aggressiven Umgebungen. Im Gegensatz zu ölgefüllten Geräten entfallen Brandgefahr und Umweltverschmutzungsrisiken; im Vergleich zu SF6 entfällt der Umgang mit Treibhausgasen und die damit verbundene regulatorische Belastung. Allerdings besitzen harzgegossene Geräte eine geringere thermische Masse, sodass Dauerüberlastungen über die Nennbelastbarkeit hinaus (z. B. >30 VA für PT bei Klasse 0,5) zu lokaler Erwärmung führen können. Stellen Sie stets sicher, dass die angeschlossene Mess- und Schutzbelastung innerhalb der zulässigen Grenzen bleibt (z. B. 7,5–10 VA für CT, 15–30 VA für PT).

F3: Welche kritischen Installationsvorkehrungen sind zu treffen, um Leistungseinbußen oder Sicherheitsrisiken beim Freiluft-Einbau des JLSZV-6/10W zu vermeiden?

Wesentliche Vorkehrungen umfassen: (1) Sekundärkreise des CT niemals offen lassen – Klemmen vor dem Trennen der Zähler stets kurzschließen; (2) Edelstahlgehäuse und Epoxidharzgehäuse gemäß örtlicher Vorschriften (z. B. ≤5 Ω für Messsysteme) an eine niederohmige Erdungselektrode anschließen; (3) Mindestabstände einhalten: ≥200 mm zwischen spannungsführenden Teilen und geerdeten Strukturen zur Vermeidung von Überschlägen, insbesondere bei 10 kV (12 kV BIL); (4) Montage an statisch tragfähigen Masten oder Wänden, die das Gerät (~50–70 kg) tragen und Vibrationen dämpfen können; (5) Alle Kabeleinführungen in den integrierten Zählerkasten abdichten, um IP54-Schutz zu gewährleisten und Feuchteeintritt zu verhindern, der die Integrität der Sekundärklemmen beeinträchtigen könnte.

F4: Wie übersetzen sich die Genauigkeitsklassen 0,2S (CT) und 0,2 (PT) in reale Messabweichungen bei Teillast?

Gemäß GB/T 20840 und IEC 61869-2/3 hält ein CT der Klasse 0,2S einen Strommessfehler von ≤±0,2 % und einen Phasenfehler von ≤±10′ bereits bei Lasten ab 1 % des Nennstroms (z. B. 1,5 A bei einem 150/5-A-CT) ein, während Standard-CTs der Klasse 0,2 erst ab 5 % Last Genauigkeit garantieren. Ein PT der Klasse 0,2 gewährleistet ≤±0,2 % Spannungsfehler im Bereich von 80–120 % der Nennspannung. Für Abrechnungsmessung in Industrieanlagen mit variabler Last reduzieren CTs der Klasse 0,2S Abrechnungsabweichungen außerhalb der Spitzenzeiten. Stellen Sie stets sicher, dass die Gesamtsekundärbelastung (Leitung + Zählerimpedanz) die Nennbelastbarkeit nicht überschreitet (z. B. 10 VA für 0,2S-CT) – eine zu hohe Belastung verschlechtert die Genauigkeit besonders bei kleinen Strömen.

F5: Kann der JLSZV-6/10W gleichzeitig für Mess- und Schutzfunktionen genutzt werden, und wie sind die Wicklungen ausgeführt?

Ja – der JLSZV-6/10W unterstützt duale Funktionen: Sein CT bietet separate Sekundärwicklungen (oder Anzapfungen) für Messung (0,2S/0,2-Klasse) und Schutz (5P10/5P20-Klasse). Die Kennzahl 5P10 bedeutet, dass der CT bis zu 10× Nennstrom (z. B. 1500 A bei einem 150/5-A-Gerät) einen Gesamtfehler von ≤±5 % einhält – ausreichend für Überstromrelais. Die PT-Ausgänge speisen sowohl Energiezähler (über 100/√3 V) als auch Potentialrelais. Entscheidend ist, dass Mess- und Schutzsekundärkreise getrennt verdrahtet werden, um Wechselwirkungen der Belastungen zu vermeiden. Prüfen Sie, dass Relaisbelastungen die PT-Höchstausgangsleistung (300 VA) nicht überschreiten und dass CT-Schutzkerne bei Fehlerströmen nicht in Sättigung geraten (prüfen Sie gegen den dynamischen Strom von 200×I1n).

F6: Welche Anpassungsoptionen stehen für nicht standardisierte Spannungsniveaus oder Belastungsanforderungen in Industrieanlagen zur Verfügung?

Obwohl der JLSZV-6/10W standardmäßig für 6-kV-/10-kV-Systeme ausgelegt ist, bietet der Hersteller typischerweise Anpassungen innerhalb derselben Plattform an: (1) Primärstromübersetzungen außerhalb 5–200 A (z. B. 300/5 A) sind oft verfügbar, erfordern jedoch angepasste Kurzzeitthermische Stromwerte; (2) Sekundärspannung kann auf 100 V (Leiter-Leiter) oder 110 V/√3 modifiziert werden; (3) Die Belastbarkeit kann erhöht werden (z. B. PT-Nennausgang auf 50 VA) durch Neuauslegung des Kernquerschnitts, was jedoch die Beibehaltung der Genauigkeitsklasse beeinträchtigen kann. Solche Änderungen erfordern eine Neuzertifizierung gemäß GB17201-2006 und verlängern die Lieferzeit üblicherweise um 2–4 Wochen. Geben Sie dem Lieferanten stets vollständige Systemdaten – einschließlich maximalem Fehlerstrom, extremen Umgebungstemperaturen und Zähler-/Relaisimpedanzen – zur Machbarkeitsprüfung.

F7: Wie wirkt sich eine Höhe über 1000 m auf die Leistung aus, und ist eine Leistungsreduzierung bis 4500 m wie angegeben erforderlich?

Der JLSZV-6/10W ist für den Betrieb bis 4500 m ohne Leistungsreduzierung zugelassen, da seine feste Epoxidharz-Isolierung unabhängig von der Luftdichte ist – im Gegensatz zu luft- oder ölgefüllten Geräten. Dennoch muss der äußere Kriechweg gemäß Verschmutzungsgrad nach IEC 60815 eingehalten werden. In Höhen >2000 m fordern einige Netzbetreiber größere Luftstrecken, doch da dieses Gerät vollständig vergossen und abgedichtet ist, bleibt die innere dielektrische Festigkeit erhalten. Die angegebenen Isolationspegel (z. B. 12/42/75 kV für 10 kV) beinhalten bereits die üblichen Höhenkorrekturen gemäß IEC 60071-2. Eine thermische Leistungsreduzierung ist nicht erforderlich – die passive Kühlung des Edelstahlgehäuses reicht im Temperaturbereich von -15 °C bis +55 °C selbst in großer Höhe aus.

F8: Was sind typische Ausfallursachen im Langzeit-Freiluftbetrieb, und wie verlängert Wartung die Lebensdauer?

Hauptausfallursachen sind: (1) Korrosion nicht-edelstahlhaltiger Befestigungselemente (vermieden durch Verwendung ausschließlich SS316-Bolzen, wie geliefert); (2) Feuchteeintritt durch abgenutzte Dichtungen im Zählerkasten (jährliche Dichtungskontrolle in feuchten Regionen); (3) CT-Sättigung durch falsche Belastung oder Gleichstromanteile von wechselrichtergespeisten Lasten (jährliche Übersetzungsprüfung); (4) Teilentladungen in der Epoxidharzisolierung durch UV-Abbau – wobei UV-stabilisiertes Harz dies minimiert. Wartungsmaßnahmen sollten umfassen: jährliche Isolationswiderstandsmessung (>1000 MΩ bei 2500 V DC), Sichtprüfung der Durchführungen auf Tracking und Drehmomentkontrolle der Klemmverbindungen. Bei ordnungsgemäßer Pflege übersteigt die Lebensdauer 25 Jahre – selbst in Küstenumgebungen der Korrosivitätsklasse C4 gemäß ISO 9223.

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